Nach dem Herbststurm ...


… schweigt der Laubwald ganz verstört.
Manch ein Dichter lauscht und hört,
Wie die Hölzer still, bescheiden,
Nach dem Schicksalsschlage leiden.

„Mit dem Sommer ist bald Schluss“,
Wispert trüb die Haselnuss.
Derart trauern auch die Weiden
Auf den sturmzerzausten Heiden.

Auch die Sommerlinde ahnt,
Dass der Herbst den Winter plant.
Angst beginnt sich zu verzweigen,
„Wird mein Leben bald sich neigen?“

Einem Ahorn anderwärts
Brach der Sturm brutal das Herz,
Dass die Blätter rot sich färben;
Und der Ahorn seufzt: „Sie sterben“.

Die Natur im Herbstdekor
Weiß, der Dichter ist ganz Ohr;
Und sie dankt, dass er mit  Bildern
Und dem Reim versucht zu mildern.

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